• Sonnenuntergang im Schloss Nymphenburg

Munich

Warum nicht einmal die Chance nutzen, München mit den Augen anderer zu entdecken? Die Ausstellung „21 x Expedition München“ gibt dazu noch bis zum 24. Juni die Möglichkeit.
20 Freelens-Fotografen bieten dort Einblick in ihre ganz persönlichen fotografischen Reiseberichte – und die Möglichkeit, sich selbst als 21. Expeditionsteilnehmer auf Entdeckungsreise zu begeben.

Wann und Wo?
Pasinger Fabrik, Galerie 1 – 3, Lichthof / Bar
Dienstag – Sonntag von 16:00 – 20:00 Uhr (bis 24.06.2012)
Eintritt

: Normal 2,- EUR, ermäßigt: 1,- EUR

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das Pesthaus

Das großartige Wetter passte so gar nicht zu dem einstmals dunklen Stadtviertel – der Au – das uns Greter Monika im Rahmen unserer öffentlichen Greeter-Spaziergänge gezeigt hat. Und sie kennt das Viertel noch aus dunklen Tagen, schließlich wuchs ihr Vater in der Au auf und hat so einiges miterlebt.

Die heute recht beliebte Wohngegend war nicht immer so ein Juwel: Immerhin liegt das Viertel nahe an der Isar und war von diversen Seitenflüßen durchzogen und wurde daher regelmäßig überflutet. Mit Schaudern erinnert man sich beispielsweise an die Flut von 1813. Damals fanden rund 100 Schaulustige den Tod, nur weil sie auf einer der Isarbrücken standen, um die Flutmassen zu bestaunen. Bis die Wassermaßen die Brücke einrissen. Aber keine Angst – heutezutage besteht kaum noch die Gefahr, dass eine Flutwelle die Brücke zerstört! Denn die Isar ist inzwischen gezähmt.

Doch die Au war nicht nur wegen der Überflutungen berüchtigt: Es war auch der Ort, an dem sich alles Gesindel niederließ, dem das Bürgerrecht der Stadt München verweigert wurde – ein Vorteil für die dort ansässigen Färbereien, Papiermühlen und die Holzindustrie und später auch Papier- und Tabakfabriken, die dadurch immer billige Arbeitskräfte fanden. Ausbeutung war also an der Tagesordnung. Dass soziale Probleme und das tägliche Verbrechen nicht ausblieben, liegt auf der Hand. Das alte Waisenhaus (wo Kinder zu arbeiten oder zu betteln hatten, um ihr täglich Brot zu verdienen) oder das alte Gefängnis (das unzählige Häftlinge nach Wien zur Hinrichtung schickte, weil es in München keinen Scharfrichter gab) zeugen noch heute davon. Nicht mehr zu sehen ist dagegen die berüchtige Kneipe, in der Ex-Häftlinge bei Vorzeigen ihres Entlassungsscheins aus dem Gefängnis Freibier bekamen.

das alte Gefängnis

Gewohnt wurde damals in sogenannten Herbergen. Heute existieren fast keine dieser kleinen, ein bis zweistöckigen Herbergshäuser, den typischen Arbeiterwohnstätten des 19. Jahrhunderts. Nur am „Herrgottseck“ (das ist wirklich der offizielle Straßenname 🙂 ) kann man noch in die Geschichte abtauchen und sich ein paar dieser alten Häuser ansehen. Wer hier flaniert, vergisst völlig, dass er sich gerade in einer Millionenstadt befindet. Und je mehr man sich dem Mühlbach nähert, der hier noch durchs Viertel fließt, desto idyllischer und stiller wird es – vom Rauschen des Bachs mal abgesehen.

rund um den Auer Mühlbach

Zurück in der Zivilisation empfehlen wir Munich Greeter einen kleinen Stop in einem wunderschönen, typisch Münchner Gasthof mit Biergarten: in der „Kleinen Schmausefalle“. Nach ein oder zwei Bier dort kann man drüber nachdenken, am nächsten Seifenkistenrennen teilzunehmen, das einmal im Jahr am Gebsattelberg gleich ums Eck stattfindet. Das Rennen findet immer zur Sommerdult Ende Juli – offiziell Auer „Jakobi“ Dult – statt.

Die Münchner gingen und gehen hierher, um zu essen, zu trinken, neue Gerätschaften für Küche und Haushalt einzukaufen. Die Kinder freuen sich aufs Karussell fahren. Die Auer Dult ist also immer einen Besuch wert.

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Den Viktualienmarkt, den Englischen Garten oder die Residenz kennt wohl jeder, der schon einmal in München zu Besuch war. Aber wie sieht es aus mit den Kragenköpfen, dem japanischen Teehaus oder dem Affenturm?

„111 Orte in München, die man gesehen haben muss“ lädt selbst erfahrene Besucher dazu ein, die Stadt noch einmal neu zu entdecken. Neben ungewöhnlichen Orten finden darin auch Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte Beachtung, an denen man bisher schon häufig vorbeigelaufen ist ohne ihnen Beachtung zu schenken.

Wem ein Stadtrundgang mit Hilfe eines Buches zu langweilig ist, für den bietet sich natürlich jederzeit eine Tour mit einem Munich Greeter an, um Münchens weniger bekannte Ecken zu entdecken.

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Vor einigen Tagen hat uns Radio Mikro, der Kinderfunk auf Bayern 2, auf einem Spaziergang durch das Glockenbach-Viertel begleitet. Thema: München zwischen Fraunhofer Straße und Pestalozzistraße für Kinder

Münchner Feuerwehrmuseum
Größtes Feuerwehrmuseum Deutschlands. Seit 1879 gibt es eine Berufsfeuerwehr und zum 100. Geburtstag wurde das Museum in der Hauptfeuerwache eröffnet. Die Ausstellung umfasst ca. 6000 Exponate, vorwiegend Geräte und Dokumente zum Münchner Feuerschutzwesen. Modernes und altes Löschgerät; Luftschutzkeller; Pyroskop (ein Instrument, um hohe Temperaturen zu messen); die erste Drehleiter von 1802 und vieles mehr. Das Museum ist samstags von 9.00 bis 16.00 geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.
Adresse: An der Hauptfeuerwache 8

Städtisches Hochhaus
Erste Stahlskelett-Hochhaus in München. Die Ziegel sind nur Fassade. Für Kinder spannend: letztes öffentlich zugängliches Gebäude mit Paternoster-Aufzug. Einfach einsteigen und mitfahren – am besten bis ganz unters Dach.
In dem Hochhaus sitzt das städtische Stadtplanungsamt, daher sind das Gebäude und der Paternoster nur zu normalen Bürozeiten zugänglich.
Adresse: Blumenstr. 28b

Münchner Marionettentheater
Seit 1858 gibt es das Marionettentheater in München. Und seit 1900 ist die kleine Bühne im Herzen von München, nicht weit vom Sendlinger Tor entfernt, fester Sitz des Marionetten-Ensembles. Gespielt wird für Kinder und Erwachsene. Tagsüber stehen Märchen auf dem Spielplan, im Abendprogramm werden Opern und Operetten gespielt.
Im April u.a.: Die kleine Hexe; Ritter Rost und Prinz Protz
Vorstellungen mehrmals die Woche um 15.00 Uhr; Abendvorstellungen samstags um 20.00 Uhr
Adresse: Blumenstr. 32

Cafe Alof
In München nagt jedes (Klein)Kind in seinen ersten vier Lebensjahren geschätzte 1.000 Brezen an. Brezen gehören also zu München wie Weißbier und Schweinebraten.
Im Cafe Alof werden Brezeln noch handgemacht. Dazu müssen die Bäcker eine spezielle Wurf- und Schlingtechnik erlernen, so dass sie ein Backblech mit Brezeln binnen vier Minunten voll belegen können.
Adresse: Hans-Sachs-Str. 12

Brezen oder Brezeln gibt es seit dem Mittelalter. Der Begriff leitet sich von lateinisch „brachium“ für „Arm“ ab. Ursprünglich war die Brezel eine Fastenspeise: Die verkreuzten Enden stellen ineinander geschlungene, betende Arme dar. Exportartikel Brezel – heute ist die Brezel sogar in den USA zu haben. Münchner müssen jetzt tapfer sein: Man hat die Brezel nämlich dem amerikanischen Geschmack angepasst – also softer und mit mehr Zucker gebacken. Sie wird dort gern mit Senf bestrichen oder in Käse gedippt. Seit 1988 soll es in den USA sogar eine Brezel-Fastfood-Kette namens Auntie Anne’s geben.

Der Glockenbach
gab dem Viertel seinen Namen. Doch weder den Glockenbach noch zahlreiche andere Flüsse, die von der Isar abgeleitet und früher als Transportwege durch das Viertel benutzt wurden, sieht man heute noch. Die Flüsse verlaufen entweder unterirdisch oder wurden zugeschüttet. Nur in der Pestalozzistrasse – parallel zum südlichen Friedhof – rauscht noch ein Bächlein: der Westermühlbach.

Alter südlicher Friedhof
Er war von 1788 bis 1868, also 80 Jahre lang, die einzige offizielle Begräbnisstätte für die Toten aus dem gesamten Stadtgebiet. Kein Wunder also, dass die Totenlisten an ein Who ist Who der Münchner High Society des 19. Jahrhunderts erinnern.
Unter anderem liegen hier:

  • Johann Conrad Develey – Erfinder des süßen Senfs, 1822–1886
  • Carl von Effner – Gartenarchitekt für Schloss Herrenchiemsee und Schloss Linderhof, 1831–1884
  • Justus Freiherr von Liebig – Chemiker und Naturforscher, 1803–1873 (hat u.a. Mineraldünger, Babynahrung und das Backpulver erfunden)
  • Friedrich von Gärtner – Baumeister (Klassizismus), 1792–1847
  • Leo von Klenze – Baumeister (Klassizismus), 1784–1864

Der Gugl
Und unterwegs haben wir noch bei Der Gugl halt gemacht und die leckersten Mini-Kuchen der Stadt probiert.
Adresse: Müllerstraße 46a

Die Reportage von Radio Mikro findet ihr hier

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Traditionell wird in Bayern zwischen dem Aschermittwoch und dem Gründonnerstag vor Ostern gefastet. Das ist natürlich eine harte Zeit – für Normalsterbliche wie für Mönche. Auch den Paulaner Mönchen ging es nicht anders, durften sie in dieser Zeit ja keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Glücklicherweise zählte Bier – das in Bayern häufig als „flüssiges Brot“ bezeichnet wird – nicht zu den festen Speisen und durfte somit bedenkenlos konsumiert werden. Und so wurde hier häufig Bockbier getrunken. In der Fastenzeit wurde sogar ein extra starkes Bier gebraut – der Doppelbock. Denn die Arbeit war hart und ohne Essen erschien sie noch härter.

Der Doppelbock sollte also die Arbeitskraft der Mönche erhalten. 1629 wurde er erstmals durch die Paulanermönche ausgeschenkt. Allerdings attestierte man dem Gebräu anfangs nicht gerade vollmundige Süffigkeit. Das änderte sich erst 1770, als der gelernte Braumeister Barnabas Still ins Kloster kam. Sein Bockbier erfreute sich immer größerer Beleibtheit, wurde aber ohne offizielle Erlaubnis ausgeschenkt. Immerhin drückte die Stadt beim Ausschank ein Auge zu – bierfreundlich war München schließlich schon immer. 10 Jahre später ward es dann den Mönchen offiziell erlaubt, ihr Salvator-Bier an die Bürger auszugießen.

StarkbierfestDamals starteten viele Brauereien in ganz Bayern mit der Produktion von Doppelbock, das ähnlich wie Paulaners Salvator schmeckte. Der Alkoholgehalt darin schwankt zwischen 5% und 12%. Ob das Bier schön hochprozentig ist, verrät die Endung “-ator” im Biernamen, z.B. Maximator (Augustiner), Animator (Hacker-Pschorr), Aviator (Airbräu) or Celebrator (Ayinger).

Bis heute spielt die Starkbierzeit, in der Salvator und Co. ausgeschenkt werden, eine wichtige Rolle im kulturellen Leben Bayerns. Vor allem das Anstechen des ersten Fasses auf dem Nockherberg ist ein echtes Muss für alle Fans.

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Wir Munich Greeter sind jetzt Teil des Global Greeter Network!

Logo Global Greeter NetworkDas Global Greeter Network ist ein Netz aus Freiwilligen, die individuelle Greets, also Stadtspaziergänge anbieten, um ihre Stadt auf eine sehr persönliche Weise vorzustellen. Dabei folgen alle Greeter weltweit der gleichen Philospophie: Unter anderem bieten die Greeter ihre Dienste kostenlos und offen für jedermann an. Melden können sich Einzelreisende, Pärchen oder Freunde, maximal bis zu sechs Leute pro Gruppe.

Und kein Gast, der einmal mit einem Greeter unterwges war, wird die spannenden Gespräche und die schönen Ecken der besuchten Stadt jemals vergessen. Schließlich lieben die Greeter ihre Stadt und zeigen sie mit Herzblut und Leidenschaft.

Lust auf einem „Greet“ (Stadtspaziergang) in München? Dann melde dich unter Treffe einen Greeter an. Oder schau beim Global Greeter Network vorbei – vielleicht gibt es in der Stadt, die du besuchen willst, ja schon ein Greeter-Angebot.

Du würdest selbst gern Greeter werden? Wir (und die anderen Greeter-Organisationen) suchen immer nach Freiwilligen, die sich engagieren wollen!

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Einer der wichtigsten Plätze in München heißt offiziell Karlsplatz. Aber eigentlich nennen ihn alle Stachus. Kurios: Stachus/Karlsplatz ist – soweit wir Munich Greeter wissen – der einzige Ort weltweit, der mit seinem Spitznamen im Stadtplan eingetragen ist.

Offiziell ist der Platz nach Kurfürst Karl Theodor benannt. Doch dieser machte sich ziemlich unbeliebt: Ende des 18. Jahrhunderts ließ er nämlich die Stadtmauern niederreißen. Zu dieser Zeit boten die Mauern zwar keinen Schutz mehr bei militärischen Übergriffen. Psychologisch gesehen war das jedoch kein geschickter Schachzug, denn das Volk bangte um seine Sicherheit. Das Schleifen der Mauern und ein paar andere Dinge kamen in der Bevölkerung also gar nicht gut an.

Daher akzeptierten die Münchner den offiziellen Namen Karlsplatz nicht und benannten den Platz lieber nach einem beliebten Wirt. Eustachius Föderl hieß der Gute und er schenkte auf dem Gelände Ecke Sonnenstraße/Bayerstraße, wo heute der Kaufhof steht, im Garten Bier aus. Und jeder, der zum Karlsplatz ging, sagte, er gehe zum „Eustachi“. Daraus wurde dann im Laufe der Zeit „Stachus“.

Noch kurioser: Wer mit der U-Bahn zum Stachus fährt, bekommt den offiziellen Namen „Karlsplatz“ gar nicht zu hören. Die amtliche U-Bahn-Durchsage lautet nur „Stachus“.

Der Stachus liegt zwischen Hauptbahnhof und Marienpatz. Hier kommen zwei U-Bahn-Linien und die S-Bahnen zusammen. Außerdem gibt es eine unterirdische Shopping-Passage und eine leckere Fressmeile – vor allem der Pommes-Laden und der Kartoffelbrei- und Brezen-Verkauf in der Stachus-Passage sind sehr zu empfehlen 🙂

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Es ist wieder soweit: Die Schäffler tanzen.

Nur alle 7 Jahre wird der Tanz der Faßmacher (Schäffler) aufgeführt – ein lohnendes Spekakel. Der Legende nach geht der Schäfflertanz bis ins Jahr 1517 zurück. Die Schäffler waren nach der großen Pestepidemie, die Europa damals heimsuchte, die ersten, die sich wieder auf die Straße trauten und dies mit ausgelassenen Tänzen feierten. Das ermutigte auch den Rest der Bevölkerung, das öffentliche Leben wieder aufzunehmen. Und so wird das Ende der Pest bis heute gefeiert.

Nun gibt es natürlich auch im heutigen Bayern nicht mehr allzu viele Schäffler und Faßmacher, die tanzen könnten. Daher dürfen auch artverwandte Handwerksberufe den Schäfflertanz mit aufführen.

Noch bis zum 21. Februar treten die Schäffler in allen Stadtteilen Münchens auf. Und so gibt es noch einige Gelegenheiten, den Schäfflerztanz mal live mitzuerleben. Wer also nicht bis 2019 warten will, um das ausgelassene Gebaren mitzuerleben, sollte sich in den nächsten Tagen auf nach München machen.

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Rechte: Alte Pinakothek

Ihr findet Kunst aus dem 14. – 18. Jahrhundert langweilig? Dann probiert mal die “Erotic Art”-Tour in der Alten Pinakothek!

Speziell am Valentinstag, 14. Februar finden von 10-12 h, 16-18h und 18-20h Touren für Verliebte statt – neue Inspirationen garantiert. Und dass die alten Meister nicht schüchtern waren… nun ja….

Die Führung kostet 12 Euro (zzgl. Eintritt ins Museum). Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, solltet ihr so schnell wie möglich reservieren. Die Touren macht Alexandra Koch, Kunsthistorikerin und Engländerin. Seit vielen Jahren wohnt sie in München, und sie besitzt die einzigartige Fähigkeit, Kunst vor euren Augen lebendig werden zu lassen.

Die Tour ist auf Englisch, aber wenn der ein oder andere Fachbegriff unklar ist, hilft Alex auch auf Deutsch weiter.

P.S. Unter dem Titel: „Amors Pfeil. Bilder von Liebe, Lust und Leidenschaft zum Valentinstag“ gibt  es die Führung um 18.30h auch auf Deutsch.

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