• Sonnenuntergang im Schloss Nymphenburg

Mitten in der Fußgängerzone, in der Neuhauser Straße, liegt ein kleiner Spezial-Weihnachtsmarkt, der Kripperlmarkt. Etwa ein halbes Dutzend Stände drängen sich zwischen Bürgersaalkirche und Richard-Strauss-Brunnen.

Der Kripperlmarkt hat eine lange Tradition in München  – er existiert bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Hier findet man alles für die Ausstattung der heimischen Krippe, aber auch schönen Holzschmuck für den Weihnachtsbaum.

Schnitzer aus Oberammergau, Südtirol und dem Erzgebirge bieten ihre Figuren zum Kauf an. Ein Zentimeterkleines Jesuskind in schlichter Holzausführung gibt es schon für ein paar Euro. Doch ihr könnt auch locker einen dreistelligen Betrag für einen prächtig bemalten und gewandeten König aus dem Morgenland ausgeben. Auf dem Kripperlmarkt im Zentrum von München gibt es wirklich alles, um die ebenfalls erhältlichen Krippen zu bestücken.

Die klassische Grundausstattung besteht aus Maria, Joseph, dem Jesuskind in seiner Krippe sowie Ochs und Esel (samt Streu) und den drei Königen aus dem Morgenland mit ihren Gaben. Denen könnte man aber auch eine Elefantenherde oder einen Tiger zur Seite stellen – der Kripperlmarkt erlaubt auch Exotisches. Wer Elefanten nicht ganz passend findet, greift auf die Gänseherde zurück.

Daneben gibt es jede Menge Zubehör  – die Eimerchen, Schäufelchen, Schemelchen, Schüsselchen  usw. eignen sich auch als Ausstattung für Puppenhäuser. Wer also noch ein Mitbringsel für Kinder braucht, wird hier sicher fündig.

Keiner muss seine Wahl hungrig treffen: Neben dem obligatorischen Glühweinangebot gibt´s auch Handfestes vom Bio-Wurststand.

So gekräftigt, fällt der kurze Weg zur U-Bahnstation Sendlinger Tor oder zur S/U-Bahnstation Karlsplatz gar nicht mehr schwer…

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Das Tollwood ist streng genommen kein richtiger Weihnachtsmarkt. Will es auch gar nicht sein. Dann schon eher ein Winterfestival.

Das Tollwood – ein Winterfestival

Wo liegt jetzt aber der Unterschied?

Zuerst einmal in den angebotenen Produkten: Nicht die typischen Weihnachts-Dekoartikel, dafür aber viel Handgemachtes oder in kleineren Auflagen Produziertes, häufig sehr farbenfroh, kreativ und eben „alternativer“. Genauso auch Essen und Getränke: Bewusst international und fast vollständig Bio zertifiziert. Überhaupt liegt den Veranstaltern viel daran, das Bewusstsein für Umweltschutz und die Auswirkungen der Globalisierung zu stärken. Dazu tragen Ausstellungen, Filme und Vorträge bei, aber auch Konzerte, Performances, Theater- und Zirkusaufführungen von internationalen Künstlern. Und das Beste: Vieles davon ist kostenlos.

Draußen und drinnen gibt es viel zu sehen …

… z.B. Ausstellungen, Vorträge und Filme im Weltsalon …

… oder wie wär’s mit einer neuen Frisur? Auf dem Tollwood ist nichts unmöglich.

Nee, Moment – das Beste kommt erst noch. Ein großer Teil des Festivalgeländes befindet sich nämlich in beheizten Zelten. So kann man sich im Warmen auf die Suche nach ausgefallenen Geschenken machen. Und sich zwischendurch doch nach draußen ins Schneegestöber wagen, um ganz stilecht einen Glühwein (oder doch lieber eine Hot Coconut?) zu trinken. Wie auf einem „richtigen“ Weihnachtsmarkt eben.

Ob typisch deutsch oder international – hier ist für jeden was dabei …

… und natürlich alles bio.

Das Tollwood Winterfestival  hat noch bis zum 23. Dezember Montag bis Freitag von 14 – 1 Uhr und Samstag/Sonntag von 11 – 1 Uhr geöffnet. Wenn euch das nicht genügt, könnt ihr bis zum 31. Dezember noch die Veranstaltungen im Theaterzelt besuchen – oder die Silvesterparty. Die Stände auf dem Gelände sind dann aber schon abgebaut.

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Der Weihnachtsmarkt, den ich in diesem Jahr wohl am häufigsten besuche, wird der am Wittelsbacherplatz sein – zugegebenermaßen auch deswegen, weil er direkt auf meinem Heimweg liegt.

Der Weihnachtsmarkt am Wittelsbacherplatz – leider nur selten so leer

Aber selbst wenn das nicht der Fall ist lohnt sich ein Besuch: Hier entführen euch Händler, Spielleute, Ritter und Edelfrauen zurück ins Mittelalter – und zurück in die Zeit der 1410 erstmals erwähnten „Nikolausdult“, die so (oder so ähnlich) ausgesehen haben könnte.

Abendstimmung am Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt

Laternenmacher, Schriftgelehrte und Co. führen alte Handwerkskunst vor. Wer vor lauter Schauen Hunger bekommt, kann thematisch passende Speisen und Getränke kosten. Unbedingt probieren: die Feuerzangenbowle!!!

Ein Muss: Die Feuerzangenbowle

An den Wochenenden wird Unterhaltung u.a. durch Gaukler, Theateraufführungen, Konzerte und Feuershows geboten – Besuchern mit Platzangst oder Berührungsängsten empfehlen wir allerdings den Besuch an einem anderen Tag.

Das Münchner Adventsspektakel mit mittelalterlichem Weihnachtsmarkt ist noch bis zum 23.12. täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Wo könnte man einen Shopping-Ausflug in die Innenstadt besser ausklingen lassen?

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Weihnachtsmann

Weihnachtsmann

Wir alle kennen ihn, diesen wohlbeleibten Mann mit weißem Bart, roten Gewändern und Zipfelmütze, der entweder mit dem Schlitten oder zu Fuß unterwegs ist. Genau! Es ist der Weihnachtsmann.

Doch Moment! Bringt der Weihnachtsmann nicht Geschenke? Warum sehen wir in Deutschland diesen netten Herrn dann am 6. Dezember herumwandern? Was ist mit Weihnachten?

In den letzten Jahren haben sich Bräuche, die eigentlich den gleichen Ursprung haben, miteinander vermischt.

Zwei Bräuche – Ein Ursprung
In Deutschland wird der „Nikolaustag“ gefeiert, bzw. kommt der Nikolaus am 6. Dezember (ok, ok – in Norddeutschland auch am 5. Dezember 😉 ). In den USA exisitert dieser Brauch nicht, denn der „Nikolaus“ kommt dort an Weihnachten und macht genau das gleiche wie in Deutschland. Er beschenkt die (braven) Leute.

Nun könnte man meinen, der gute Mann braucht ein wenig Zeit, um über den großen Teich zu kommen. Doch tatsächlich handelt es sich um einen anderen Mann bzw. Brauch. Dort wandert der „Weihnachtsmann“ um die Häuser, klopft aber nicht (wie in Deutschland üblich) an die Tür, sondern bricht gleich über den Kamin in die Häuser ein, während die Bewohner schlafen. Manchmal isst er herumliegende Kekse auf, immer hinterlässt er Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Wir sehen schon… es kann sich nicht um ein und die selbe Person handeln 🙂

Nikolaus

Nikolaus

Wer ist der Nikolaus? Und wer der Weihnachtsmann?
Der hierzulande bekannte (und für so manches Kind auch furchteinflößende) Rauschebartträger Nikolaus ist eine Figur aus der christlichen Geschichte. Es handelt sich bei ihm um einen Bischof, der um 300 n.Chr. in der heutigen Südtürkei (Lykien) tätig war. Sein Name war „Nikolaus von Myra“. Er hat einige Wunder vollbracht – insbesondere für Kinder. Nach seinem Tod wurde er daher entsprechend verehrt.

Daraus leitet sich auch der Brauch des Nikolaus ab. Doch warum am 6. Dezember?
Ursprünglich war dies der eigentliche Tag der Weihnachtsbescherung. Erst durch die Reformation wurde in Deutschland die Weihnachtsbescherung auf den 24. Dezember verlegt und der Nikolaus durch das Christkind abgelöst. Doch der Brauch verschwand nicht, sondern existiert bis heute weiter. Durch diese Verschiebungen entstand auch die zweite Figur – vorwiegend in den USA – der Weihnachtsmann. Er kommt nach wie vor am 24. Dezember, also an Weihnachten, zu den Leuten.

Warum rote Kleidung?
Der Nikolaus hat traditionell keine rote Kleidung. Er taucht vielmehr in traditioneller Bischofskleidung und mit Bischofsstab auf. Der Weihnachtsmann trägt hingegen den allbekannten roten Mantel und ein rote Hose. Manchmal werden diese unterschiedlichen Gewandungen miteinander vermischt und man sieht Nikoläuse mit rotem Bischofsgewand. Das rote „Design“ wurde jedoch in den USA erfunden und von einem weltbekannten Cola-Hersteller verfeinert und entsprechend vermarktet.

Um also mit Wissen zu glänzen, einfach folgende Facts merken:
Der Nikolaus war Bischof in der heutigen Türkei
Der Nikolaus hat Wunder vollbracht und wird deshalb bis heute verehrt
Der Weihnachtsmann entstand aufgrund der Verschiebung der Weihnachtsbescherung
Die rote Kleidung wurde in den USA erfunden. Nikolaus trägt eigentlich Bischofsgewand.

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Christkindlmärkte sind wunderschön, vor allem wenn es geschneit hat. Denn dann glänzt und funkelt alles auf eine fast mystische Weise. Da kommt schnell Weihnachtsstimmung auf. Doch manchmal braucht man auch eine Pause – vom Schauen, vom Rumwandern in der Kälte oder vom Schneeregen. Für diese „Notefälle“ hat München etwas Besonderes zu bieten – Die Christkindl-Tram.

Was ist die Christkindl-Tram?

Die Münchner Verkehrsbetriebe stellen jedes Jahr in Kooperation mit dem Stadtführungsanbieter „Spurwechsel“ einen älteren Straßenbahnwagen ab, der jede halbe Stunde einmal um die Altstadt fährt. Auf dieser Fahrt könnt ihr dem weihnachtlichen Treiben draußen zusehen und dabei Lebkuchen essen, Glühwein trinken und mit anderen Leuten ins Gespräch kommen.

Wo fährt die Christkindl-Tram?

Ein- und Ausstieg ist am Sendlinger Tor (Sonderhaltestelle Brunnenschleife)

Größere Kartenansicht

Die Fahrt führt über das Isartor, den Stadtteil Lehel, die Maximilianstraße zum Stachus und wieder zurück zum Sendlinger Tor. Damit bekommt ihr einen super Überblick über die Stadt!

Wie lange dauert die Fahrt?

Rund 25 Minuten. Die Straßenbahn hält nur am Sendlinger Tor zum Ein- und Aussteigen. Dazwischen stoppt sie nicht.

Was kostet die Fahrt?

1,50 € für Erwachsene. Kinder (6-14 Jahre) 0,50 €. Kinder bis 6 Jahre kostenlos.
Fahrkarten bekommt ihr direkt dort, wo die Tram auch losfährt – an der Sonderhaltestelle Sendlinger Tor.

Wann fährt die Tram?

Vom 01.12. bis 23.12.

Montag-Freitag von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr (letzte Abfahrt)

Samstag/Sonntag von 11:00 Uhr bis 19:30 Uhr (letzte Abfahrt)

Noch mehr Wissenwertes:

  • Ihr könnt am Fahrkartenverkauf bereits Glühwein und Weihnachtsgebäck kaufen und euch so die Wartezeit auf die Tram versüßen.
  • Für Kinder wird an den Adventsonntagen von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr ein Animationsprogramm mit Zauberei geboten.
  • Am 06.12. kommt der Nikolaus in die Christkindltram!
  • Leider ist die Trambahn nicht behindertengerecht.
  • Die Tram kann nach 19:00/19:30 Uhr auch für private oder geschäftliche Veranstaltungen gemietet werden.
  • Infos und Kontakt unter: www.mvg-mobil.de/christkindltram.html

Noch etwas für Technik-Freaks:

Bei den eingesetzten Trambahnwagen handelt es sich um die sogenannten „P-Wagen“ (zumindest in den letzten Jahren). Das sind Straßenbahnen, die von 1967 bis 2003 – also fast 40 Jahre lang – das Stadtbild Münchens prägten und damit auch ein Teil der Stadtgeschichte wurden. Heute sind noch 6 Wägen in Betrieb. Davon werden einige als Verstärker oder eben für Sonderfahrten eingesetzt.

Der als Christkindl-Tram eingesetzte Wagen mit der Nummer „2006“ wurde 1967 gebaut, hat rund 80 Sitzplätze (40 pro Wagen) und rund 220 Stehplätze (rund 110 pro Wagen). Und was Kinder von heute nicht mehr kennen: Elektropneumatische Einstiegstüren 😉

Und hier noch ein Video zum einstimmen:

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Weihnachtsmarkt Residenz

Endlich! Adventszeit in München! Das heißt auch endlich wieder Weihnachtsmarktzeit. Da hat man die Qual der Wahl in unserer schönen Stadt, mit seinen gefühlten 100 Christkindelsmärkten… In der Tat scheint jedes Jahr an irgendeinem freien Platz ein neuer dazu zu kommen. Einige davon taugen maximal dazu, auf dem Heimweg noch schnell einen Glühwein zu trinken. Aber es gibt auch absolute Highlights. Zum Beispiel das Weihnachtsdorf im Kaiserhof der Residenz.

Weihnachtsmarkt Residenz Kartoffel-Hütte

Greeter Sylvia war schon mal auf einen Eierpunsch dort:
Eingebettet in eine wunderschöne Kulisse findet man einen Weihnachtsmarkt, dessen Stände – liebevoll dekorierte Alpenhütten – an ein nachgebautes Bergbauerndorf erinnern.

Täglich um 15:30 gibt es ein kostenloses Musikprogramm und für die kleinen Besucher das Märchendorf mit sprechenden Figuren. Leider ist heuer von den Märchen nicht viel übrig geblieben und das Ganze hat sich eher in Santa-Dorf verwandelt.

Weihnachtsmarkt Residenz Märchenwald

Weihnachtsmarkt Residenz Märchenwald

Aber allein wegen des sprechenden Elchkopfes am Eingang lohnt es sich auch für Erwachsene, mal kurz vorbei zu schauen. Direkt daneben befindet sich mein Lieblingsstand mit einem köstlichen Eierpunsch, der jeden schnell in die richtige Stimmung versetzt.

Weihnachtsmarkt Residenz Sprechender Elch

Weihnachtsmarkt Residenz Sprechender Elch

Weihnachtsmarkt Residenz Sprechender Elch

Weihnachtsmarkt Residenz Sprechender Elch

Wer etwas mutiger ist, probiert an einem anderen Stand entweder Glühbier (statt des üblichen Glühweins und diversen Punschsorten) oder aber: FLÖFF – ein Heißgetränk auf Basis von Dunkelbier mit Nuancen von Karamell, Bratapfel und Zimt.

Weihnachtsmarkt Residenz Glühbier

Weihnachtsmarkt Residenz: Glühbier

Ein interessantes Getränk, aber Vorsicht! Am besten vorher eine gute Unterlage schaffen! Auch das ist natürlich kein Problem, es gibt genügend Stände mit allen Leckereien, die zu einem Weihnachtsmarkt einfach dazu gehören.

Tolle Kulisse auf dem Weihnachtsmarkt in der Residenz

Tolle Kulisse auf dem Weihnachtsmarkt in der Residenz

Tolle Kulisse auf dem Weihnachtsmarkt in der Residenz

Tolle Kulisse auf dem Weihnachtsmarkt in der Residenz

Wenn man dann so richtig in Weihnachtsstimmung ist und sich hier wider Erwarten noch nicht mit Geschenken und Dekoartikeln eingedeckt hat, ist es nur ein Katzensprung bis zum großen klassischen Christkindlesmarkt am Marienplatz oder zum mittelalterlichen Weihnachtsmarkt am Wittelsbacherplatz. Gott sei Dank dauert die Adventszeit ja 4 Wochen ….

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Die Weihnachtszeit rückt merklich näher und langsam wird es Zeit, sich über die ersten Geschenke Gedanken zu machen.

Eine nette Idee für München-Fans und alle, die es werden könnten, ist der Wochenkalender „Es war einmal in München…“. Er vermittelt auf 53 Kalenderblättern Interessantes und Kurioses aus der Münchner Stadtgeschichte – genug Wissen, um bei jedem Stammtisch zu glänzen. Oder hättet ihr bereits gewusst, warum es Hitchcock an die Isar verschlug oder was das weltweit 1. Maskottchen der Olympischen Spiele (natürlich in München) war?

Na, interessiert? Dann auf zu einer der zahlreichen Buchhandlungen in und um München, bei denen der Kalender erhältlich ist – hier eine Liste auf der Internetseite des Verlags Schöner Turm .

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Zeitreise München

Zeitreise München

Hofbräuhaus, Oktoberfest, Stadtgründung? Alles ausgelutschte Kamellen. Wer tief in die Münchner Stadtgeschichte eintauchen will, muss sich unbedingt die Doku

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zu Gemüte führen.

In zwei Stunden zeigt der Film, was sich seit Beginn der Eiszeit vor 10.000 Jahren bis zur Historischen Wiesn 2010 alles ereignet hat. Spannend: was Zeitzeugen sagen.

Am Besten, ihr schaut selbst mal rein. Hier gehts zum Trailer.

Zeitreise München
Sonntag, 2.12.2012
Uhrzeit: 11:00-13.30 Uhr
Treffpunkt: KiM-Kino im Einstein-Kulturzentrum, Einsteinstraße 42, Haidhausen

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Das Kreuz auf dem Alten Peter

Das Kreuz auf dem Alten Peter

Pflichtprogramm für alle, die zum ersten Mal nach München kommen: Der Alte Peter. Erstens liegen hier die Wurzeln des frühen München. Und zweitens bietet der Turm des Alten Peter eine großartige Aussicht über die Innenstadt bis hin zu den Bergen.

Dass St. Peter eine Petruskirche ist und damit an den Petersdom in Rom erinnern soll, erkennt man nicht nur am Namen, sondern auch an der Architektur. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich das Papstkreuz auf der Spitze des Turms: Es hat drei Querbalken anstelle der sonst verwendeten lateinischen (Kreuz mit 1 Querbalken) oder erzbischöflichen Kreuze (Kreuz mit 2 Querbalken).

Wenn man mal genau hinschaut, erkennt man unterhalb des Kreuzes einen Obelisken – das kleine Pendant zum Großen auf dem Petersplatz in Rom. Der Hochaltar im Inneren wird dann von einer Figur des Heiligen Petrus dominiert, welcher eine Tiara (Papstkrone) trägt. Und diese Tiara wird tatsächlich während der Sedisvakanz (Zeit zwischen dem Tode und der Neuernennung eines Papstes) abgenommen. Erst nachdem das Konklave einen neuen Papst gewählt hat, wird sie wieder aufgesetzt. München hat also eine eigene Papstkrönung 😉

Alter Peter

Alter Peter

Der Alte Peter ist die älteste Kirche Münchens. Er wurde wahrscheinlich im späten 12. Jahrhundert erbaut und viele führen den Namen „München“ eben auf diese alte Klosterkirche zurück: forum apud Munichen – Markt bei den Mönchen!
Tatsache ist, dass unter dem Chor ein Raum gefunden wurde, der auf die Zeit vor der Stadtgründung 1158 datiert werden konnte. Allerdings geht man heute davon aus, dass es sich hierbei wohl um eine Zollstation handelte. Zugänglich ist dieser „Alte Raum“ für die Öffentlichkeit leider nicht.

Für Singles: Der Segen der Heiligen Munditia
Ein Besuch der Peterskirche lohnt sich nicht nur für Gläubige und Fans barocker Kirchenkunst – auch alle Single Ladys sollten vielleicht mal vorbeischauen: Im linken Mittelschiff findet man die Ganzkörperreliquie der Heiligen Munditia, die Patronin alleinstehender Frauen. Sie soll helfen, einen Mann zu finden. Oder den Alleinstehenden, die es bleiben wollen, im Alltag beistehen 😉

Der Teufel und das Kirchturmkreuz
Eine Sage rankt sich natürlich ebenfalls um den Alten Peter. Üblicherweise sind Kirchturmkreuze nach Westen hin ausgerichtet – nicht so hier. Es heißt, dass der Teufel nachdem er bereits beim Bau der Frauenkirche hintergangen wurde und dort aus Wut den Teufelstritt hinterließ, hernach mitsamt seinen ganzen Unterdämonen zum Sturm auf St. Peter ansetzte um den „vermaledeiten, gottesfürchtigen Münchnern“ ein Lehre zu erteilen. Der wackere Turmwächter konnte die ganze Horde aber mit Hilfe eines Holzkreuzes, das über seinem Bett hing, in die Flucht schlagen. Und wieder blieb dem Teufel nur, wutentbrannt zurück in die Hölle zu fahren. Natürlich erst, nachdem er dem Kreuz noch einen kräftigen Tritt verpasst und es so um 90 Grad verschoben hatte.

Die Wahrheit ist wie immer profaner: Da das Kreuz mannshoch ist und in München oft kräftige Westwinde vorherrschen, drohte das Kreuz auf das Mittelschiff zu stürzen. Es wurde daher von König Ludwig II. versetzt, um dem vorzubeugen.

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In punkto Trinkgeld ist Deutschland etwas speziell. Das zeigen auch immer wieder unsere Greets.
Vor allem Touristen aus mediterranen Ländern sind immer wieder erstaunt, dass eine deutsche Bedienung die Rechnung sofort am Tisch begleicht – inklusive Trinkgeld-Ritual.

In anderen Ländern wird hier nicht so zügig gehandelt. Da wird der große Schein genommen, das Rückgeld aus der Kasse geholt und wieder an den Tisch gebracht. Der Gast kann dann immer noch entscheiden, wie viel Trinkgeld er zurücklässt.

In Deutschland steht man da etwas mehr unter Druck. Die Bedienung wird in den meisten Fällen mit der Rechnung an den Tisch kommen, die Summe nennen und auf die Bezahlung (inkl. Trinkgeld) warten. Wechselgeld hat sie bereits in einer großen Geldbörse bei sich. Hier entstehen oftmals Missverständnisse zwischen Bedienung und Tourist.

Hier zwei Missverständnisse aus der Praxis:

1) „OK-Problem“

Eine Bedienung überreicht dem (nicht des Deutschen mächtigen) Touristen eine Rechnung über 13,20 €. Der Tourist überreicht einen 20 €-Schein mit der Aussage „OK!“. Nach nochmaligen Zeigen des Scheins mit fragendem Blick und erneutem „OK!“ des Touristen steckt die Bedienung den Schein mit einem herzlichen „Dankeschön!“ ein…. Minuten später realisiert der Tourist, dass die Bedienung kein Wechselgeld mehr bringen wird…

2) „Problem des Schweigens“

Eine Bedienung überreicht dem (ggf. nicht des Deutschen mächtigen) Touristen eine Rechnung über 13,20 €. Der Tourist überreicht einen 20 €-Schein ohne irgendetwas zu sagen. Die Bedienung überreicht ihm 6,80 € Wechselgeld und geht. Minuten später realisiert der Tourist, dass die Bedienung nicht mehr kommt, um ihr vorbereitetes, auf dem Tisch liegendes Wechselgeld zu holen.

Damit euch das nicht passiert, hier eine kleine Anleitung, wie man in Deutschland Trinkgeld gibt:

  1. in 90% der Fälle wird die Bedienung die Rechnung überreichen und auf die sofortige Bezahlung warten.
  2. In 80% der Fälle wird sie vorher fragen, ob jeder einzeln zahlen möchte oder eine Person die Gesamtsumme übernimmt. Zahlt jeder einzeln, werden die zu zahlenden Beträge sofort von der Bedienung ausgerechnet und präsentiert. Dann folgt Punkt 1
  3. Die Bedienung erwartet die Überreichung des Geldes inklusive Trinkgeldbetrag
  4. Kann man keinen exakten Betrag mit Scheinen und Münzen (inkl. Trinkgeld) geben, wird man zu größeren Geldscheinen greifen. Hier erwartet die Bedienung die Nennung einer Summe, z.B. „15 Euro“. Auf die gibt sie dann raus (= Trinkgeldsumme).

In Deutschland solltet ihr also sehr schnell kalkulieren, wie viel Trinkgeld ihr geben wollt. 😉

P.S. Üblich sind zehn Prozent vom Rechnungsbetrag.

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