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Sagenhafte Orte: Die Hundskugel-n

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In der Hackenstraße gibt es zwei „Hundskugel-Häuser“, die jedoch nicht miteinander zu verwechseln sind.
Das Haus zur Hundskugel in der Hackenstraße 10 ist ein Altmünchner Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert. Hier wohnten u.a. die Bildhauer Johann Baptist Straub und Roman Anton Boos. Seinen Namen hat das Haus von seinem Hauszeichen, einem Holzrelief von Roman Anton Boos, das sechs Hunde zeigt, die mit einem Ball spielen. Und dann gibt es noch das Gasthaus zur Hundskugel, drei Häuser weiter an der Ecke Hotterstraße gelegen, das von 1440 bis 2011 betrieben wurde.
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Über diese Bezeichnung „Hundskugel“ geht folgende Sage: Vor alten Zeiten, da bekamen die Münchner ein eigenartiges Schauspiel zu sehen, das sie auf´s höchste erstaunte: Es wälzten nämlich Hunde eine goldene Kugel durch das Neuhauser Tor in die Stadt hinein und legten dies glänzende, runde Ding genau ab in dem besagten Sträßchen bei der Nummer 2. Soweit die Legende.

Der Ursprung der Bezeichnung ist jedoch ein anderer. Im 15. Jahrhundert, befand sich in dem Anwesen in der Hackenstraße 10 ein so genanntes „Hundsfudbad samt Garten“. Darin tätig war also ein Bader. Wobei dieser Berufsstand im Mittelalter auch ärztliche Aufgaben erfüllte. An der Hausmauer befand sich damals ein Freskogemälde, das Hunde darstellte, die mit einer Kugel spielten. Und darunter prangte der Spruch:
„Bis diese neun Kegel umscheiben die Hund,
Können wir heilen noch manche Stund.
Hundsfottbad armer Leut.“
Dazu muss man wissen, dass die Bezeichnung „Du Hundsfott“ nicht unbedingt beleidigend gemeint war, sondern einfach arme Leute im allgemeinen bezeichnete. So war das Gemälde also eigentlich ein Reklameschild, das bewirken sollte, dass ärmere Leute gerade bei diesem Bader fleißig vorsprachen.

Ein Kommentar

  1. als langjähriger stammgast am sogenannten sakristeitisch kann ich nur weinen,wenn ich heute hier vorbeigehe.
    was von der kultur- und stadtliebe der münchner institution rudolf mooshammer übriggeblieben ist ,diese schmach schreit hoch in den bayrischen himmel.
    gelebtes münchen gibt es halt nicht mehr,seit seine bewahrer wie sigi sommer und seine vielen mitstreiter
    nicht mehr das “ maul aufreissen können“.
    quo vadis münchen ?

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