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Münchner Kaffee Kultur Teil II

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In Teil 1 der Münchner Kaffee Kultur haben wir Euch über die Geschichte der Münchner Kaffeekultur aufgeklärt. Heute möchten wir Euch ein paar Locations nennen, in denen man guten, teils aussergewöhnlichen Kaffee erhält.

Die Klassiker
In München gibt es Kaffeehäuser, die ein wenig mit Wien konkurrieren möchten, aber dennoch traditionellen Münchner Kaffee und Münchner Spezialitäten anbieten. Man kann seinen Gaumen mit bayerischem Gebäck, Kuchen und einem Haferl Kaffee genießen. Also nichts wie auf zu einem dieser Kaffees:

Eilles coffee shop

Eilles coffee shop

Cafe Arzmiller
Am Odeonsplatz neben der Theatinerkirche, befindet sich eines der letzten klassischen Münchner Kaffeehäuser. Ins Arzmiller gingen schon die Großeltern von vielen Münchnern, wenn sie vom Einkaufen oder bummeln eine Pause brauchten. Und es ist wirklich eine andere Welt. Draussen auf der Theatinerstraße ein eiliges hin- und her, während hier, im
schönen, sonnigen Innenhof es ganz ruhig und gemütlich ist. Vor allem im Sommer lädt die schöne Terrasse des Arzmiller zum verweilen ein. Ein gutes Haferl Kaffee und ein prächtiges Stück Prinzregententorte in der Münchner Sonne… traumhaft. Übrigens rühmt sich das Arzmiller, den besten Apfelstrudel Münchens zu haben. Das muss aber jeder selbst entscheiden.

Mo-Fr. 08:30 – 18:30 So/Feiertag: 10:30 – 18:00
http://www.cafe-arzmiller.de/
Anfahrt: Odeonsplatz U4/5

Cafe Erbshäuser
Nicht weit vom Odeonsplatz entfernt hinter dem Palais Leuchtenberg, in dem sich heute das Bayerische Finanzministerium befindet, liegt das Cafe Erbshäuser. Ein Kaffeehaus mit langer Tradition. Insbesondere durch das Ambiente fühlt man sich schon ein wenig wie in einer Zeitmaschine. Und was wenige wissen: Die Prinzregententorte, die es überall in Bayern gibt (und auch teils darüber hinaus) wurde hier anno 1886 erfunden. Sieben Schichten von Bisquitboden muss sie enthalten – so viele Regionen wie Bayern hat. Wer also das Original probieren möchte, muss hierher kommen. Da das Cafe etwas versteckt liegt, ist es auch nicht so frequentiert

Mo-Fr. 7:30 – 18:00; Sa: 11:00 – 18:00, So: 12:00 – 18:00
http://erbshaeuser.com/
Anfahrt: Odeonsplatz U4/5

Cafe Woerner
Auch ein Münchner Traditionscafe, das mittlerweile zwei Filialen in der Innenstadt betreibt. Das ursprüngliche Haupthaus befindet sich in der Herzogspitalstraße, also auch etwas ruhiger als in der nahen Kaufingerstraße. Doch nicht nur Kaffee und Kuchen gibt es im Woerner’s. Man hat auch gutes Frühstück und ein paar Hauptspeisen. Ideal auch für ein kurzes Mittagessen.

http://www.woerners.de/
Anfahrt: S/U Karsplatz (Stachus)

American Style
Man mag sie oder man mag sie nicht. Cafés im Stil von „american coffeeshops“. Doch guten Kaffee bieten sie auch an, vorausgesetzt man ist experimentierfreudig und mag gerne den Geschmack von Minze, Karamell, Vanille etc.. In München findet man viele unterschiedliche Coffeeshops, doch drei Coffeeshop-Ketten haben eine größere Präsenz:

Starbucks
Wer kennt es nicht. DER American Coffeeshop schlechthin. Meist in prominenten, touristischen Lagen (wie z.B. am Hauptbahnhof oder Platzl) gelegen sorgt diese Coffeeshop-Kette für stetigen Kaffeenachschub. Wer vor allem sehr süße Kaffees in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen mag, wird hier fündig.

http://www.starbucks.de/

San Francisco Coffee Company (SFCC)
Wer denkt, dies ist auch ein US-Import, liegt falsch. Die SFCC ist ein Münchner Unternehmen, das 1999 von zwei jungen

SFCC Coffee

SFCC Coffee

Unternehmern gegründet wurde, zu einer Zeit in der es in Deutschland noch keinen Starbucks gab (erst ab 2002 in Deutschland) und damit dem Trend ein wenig zuvor kam. Es gibt SFCC übrigens auch hauptsächlich in München bzw. Bayern (10 Läden in München, 2 im restlichen Bayern und 3 in anderen Bundesländern). Von daher kann man sagen, dass SFCC eine regionale, Münchner Coffeeshop-Kette ist. Auch wird im Gegensatz zu anderen Ketten vermehrt auf Bio & Fairtrade gesetzt.

http://www.sfcc.de/

Coffee Fellows
Auch hier handelt es sich um ein Münchner Unternehmen, das ebenfalls 1999 gegründet wurde und zusammen mit SFCC den Coffeeshop-Hype in München einläuteten. Im Gegensatz zu SFCC ist Coffee Fellows in mehreren Ecken Deutschlands zu finden. In München besteht die Gleiche Anszahl an Läden (10) wie bei SFCC, in Bayern 12 in noch viele weitere im übrigen Deutschland, sowie ein Laden in Österreich (Salzburg).Auch Coffee Fellows setzt auf die Nachhaltigkeit seiner Produkte und versucht (da wo möglich) auf Zusatzstoffe zu verzichten.

http://www.coffee-fellows.de

Die Röstereien
Wer nicht auf die großen Kaffemarken wie Dallmayr, Eilles und Burkhof zurückgreifen möchte, muss auch nicht unbedingt aus italienischen Röstereien den Kaffee beziehen. In München gibt es eine Handvoll Röstereien mit angeschlossenem, kleinen Café, wo frisch gerösteter Kaffee gebrüht und serviert wird.

Dallmayr Kaffee

Dallmayr Kaffee

Mahlefitz
Ein neuer Röster an der Nymphenburger Straße, zwischen Neuhausen und der Maxvorstadt. Hier röstet man ungewöhnlich. Denn die benutzten Heißluftrösten, bringen einen anderen Geschmack zum Vorschein, als man von Kaffee gewohnt ist. Die Kaffees schmecken nach getrockneten Früchten und entfalten erst ihr Aroma vollends, wenn sie ein wenig abkühlen.
Hier kann man auch verschiedene Kaffeesorten in einem „Menü“ durchprobieren.

http://www.mahlefitz.de
Anfahrt: U1 bis „Maillingerstraße“

DelMocca
Ein Kaffeehaus im italienischen Stil mit eigener Kaffeerösterei in Schwabing. Hier gibt es auch Kuchen und Mittags kleine Speisen für eine gelungene Auszeit.

www.delmocca.de
Anfahrt: U3/U6 „Münchner Freiheit“

Fausto
Und noch eine Kaffeerösterei, die sich hauptsächlich auf italiensiche Kaffees spezialisiert. Versteckt gelegen im Süden von München am Auer Mühlbach findet man dieses Café.

https://www.caffe-fausto.de/
Anfahrt: U1: Candidplatz, Bus 52: Lebscheestraße

5 Kommentare

  1. Hallo!
    Die aussage, dass die Prinzregententorte in der Konditorei Erbshäuser erfunden wurde, ist falsch.
    Es kommen drei Konditoren in Frage, einer davon ist die Konditorei Erbshäuser.
    Wer genau die leckere Torte erfunden hat, ist historisch nicht belegt!

    • Historisch nicht bewiesen, das stimmt.
      Dennoch geht man davon aus, dass Erbshäuser die Torte als erster produziert hat. Konditor Rottenhöfer starb bereits ein paar Jahre davor und Konditor Seidl produzierte sie erst kurz darauf.
      Von daher geht man gemeinhin davon aus, dass Erbshäuser der Erfinder der Torte ist.

      Vermutlich hat es sich damals um einen Trend gehandelt, einer der Konditoren hat die Torte erfunden und alle anderen Konditoreien Münchens haben sie schnell kopiert.

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