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Oktoberfest München: Erfolg und Krisen

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Vom 22. September bis 7. Oktober 2012 ist es wieder soweit: Das Oktoberfest (die „Wiesn“) öffnet ihre Pforten für Millionen Besucher aus dem In- und Ausland. Aber wo liegen die Ursprünge des weltgrößten Volksfestes?

Sie gehen zurück auf den 17. Oktober 1810 und die Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen: Zu Ehren des Brautpaares wurde am Rande Münchens ein Pferderennen ausgerichtet – auf der nach der Braut benannten Theresienwiese, auf der das Oktoberfest auch heute noch stattfindet.

Die Veranstaltung kam so gut an, dass sie in den Folgejahren fortgesetzt wurde: Zuerst aus privaten Mitteln finanziert, ab 1819 unter Leitung der Stadt München.

Pflicht: ein Wiesnhendl
Im Laufe der Zeit wandelte sich das Ereignis nach und nach zu dem Oktoberfest, das wir heute kennen: Zu Fest und Pferderennen kamen immer mehr Buden und Karusselle dazu, das mittlerweile traditionelle „Wiesnhendl“ wurde eingeführt und die ersten großen Bierzelte mit Musikkapellen wurden errichtet. Auch wenn die traditionellen Pferderennen mit dem 2. Weltkrieg endeten, blieb die bayerische Blasmusik ein wichtiges Element: Die Wirte sind angehalten, Partymusik in den Bierzelten erst ab 18:00 Uhr zu spielen.

Natürlich blieb auch das Oktoberfest nicht von Krisen verschont: Ausfallen musste es in erster Linie kriegsbedingt (erstmals 1813), aber auch wegen Cholera-Epidemien, während der großen Inflation in den 20er Jahren und in den Nachkriegsjahren. Als tragisches Ereignis hat sich besonders der 26. September 1980 in das Münchner Gedächtnis eingeprägt, an dem bei einer Bombenexplosion auf der Wiesn 13 Menschen getötet und über 200 verletzt wurden. Das Oktoberfest-Attentat gilt als einer der schlimmsten Anschläge in der deutschen Geschichte.

Der Beliebtheit des Oktoberfestes hat das jedoch keinen Abbruch getan: Das größte Volksfest der Welt zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher an, viele davon aus dem – teils weit entfernten – Ausland.

Neben Geselligkeit, Musik, leckerem bayerischem Bier und der Möglichkeit, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, bringt das Oktoberfest natürlich auch Negatives mit sich. Neben überteuerten Hotels zählen hierzu überfüllte Bierzelte, zahlreiche Betrunkene und lange Wartezeiten an den Fahrgeschäften. Vor allem mit Kindern ist ein Besuch der Wiesn daher außerhalb der Stoßzeiten (Freitag bis Sonntag) empfehlenswert.

Oktoberfest-Alternativen
Aber keine Sorge: Es bieten sich in München und Umgebung zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Oktoberfest-Flüchtlinge. Wer dem Trubel für einen Tag oder gänzlich entgehen möchte, findet hier im Blog der Munich Greeter in den nächsten Tagen und Wochen viele Tipps. Allen anderen wünschen wir viel Spaß auf der Wiesn – wer weiß, vielleicht trifft man sich ja bald bei einer Maß.

Ein Kommentar

  1. Der Sonntag sollte nicht zwingend zu den Stoßtagen gezählt werden. Die Abende z.B. sind die ruhigsten der ganzen Wiesn: http://wiesnkini.de/ihr-besuch/andrang/

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